Gehen wir weiter in unserer Figurenbetrachtung und wenden uns der Alt-Offenburgerin zu. Nach dem Krieg konnte sich die Figur der Alt-Offenburgerin durchsetzen. Sie ist aus den Schnaigerinnen hervorgegangen, die in Frauenkleidern mit einer Gazemaske verkleidet, mit frechem Mundwerk, aber niemals verletzend über die anderen herzogen, also "schnaigten".
Ab 1947 trugen sie für zwei bis drei Jahre geschnitze Holzmasken. Diese Maske stellte ein freundliches Frauen-gesicht dar. Der damalige Friseur Steiner aus der Offenburger Steinstraße, der die Mitglieder der Hexenzunft auch immer regelmäßig für ihre Fasentauftritte schminkte, lieferte die Haare, die der Maske als Kopfschmuck dienten. Zwischenzeitlich bereichert diese Figur wieder verstärkt die Auftritte der Zunft, allerdings ohne Maske, aber immer noch in der Alt-Offenburger Bürgerinnentracht mit der bestickten Goldhaube.
Den Frauen obliegt das gleiche Aufnahmeverfahren wie den Hexen und Hexefetzern. Als aktive weibliche Zunftmitglieder können sich jedoch nur Ehefrauen oder Töchter von Hexen bewerben. Damit ist gewährleistet, daß die Hexe immer die Mehrheit der auftretenden Figuren bildet - so wie es von den Gründern vorgegeben wurde.
Die weiblichen Anwärterinnen absolvieren ihre 2jährige Probezeit nicht als Büttel, sondern im Häs der Alt-Offenburgerin oder als Hansele.
Ausführliche Informationen über die Aufnahme in unsere Zunft erhalten Sie hier.