Um mehr Frauen Gelegenheit zu bieten, am fastnachtlichen Geschehen aktiv mitzuwirken, wurde eine weitere Fastnachtsfigur geschaffen, die von Karl Wacker 1956 angeregt wurde. Es war das Hansele, das mit seinem buntgemusterten Spättlehäs das Bild der Hexenzunft farblich beleben sollte und heute den weiblichen aktiven Mitgliedern der Zunft vorbehalten ist.
Dieses Hansele hat die für das Kinzigtal typischen "Spättle" in den Farben rot, schwarz, gelb, grün und grau. Als "Spättle" werden kleine Stoffreste bezeichnet, die früher vorwiegend dazu benutzt wurden, um schadhafte Stellen an Kleidungsstücken auszubessern. Diese wurden zur Fasent auf Arbeitsanzüge aufgenäht und danach wieder abgetrennt, da man sich den Luxus nicht leisten konnte, einen Anzug nur an diesen Tagen zu tragen. Ein Hahnenkamm aus rotem Spättle dient als Abschluß der lächelnden Holzmaske. Dazu wurde das Spättlehansele mit einer an einem langen Farrenschwanz befestigten Saubloder ausgerüstet, von der es heute noch regen Gebrauch macht. Selbstverständlich gilt für die Hansele in Bezug "Aufnahme in die Zunft" das gleiche, wie für die Alt-Offenburgerinnen.
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