Die Alt-Offenburgerin

Gehen wir weiter in unserer Figurenbetrachtung und wenden uns der Alt-Offenburgerin zu. Nach dem Krieg konnte sich die Figur der Alt-Offenburgerin durchsetzen. Sie ist aus den Schnaigerinnen hervorgegangen, die in Frauenkleidern mit einer Gazemaske verkleidet, mit frechem Mundwerk, aber niemals verletzend über die anderen herzogen, also „schnaigten“.

Ab 1947 trugen sie für zwei bis drei Jahre geschnitzte Holzmasken. Diese Maske stellte ein freundliches Frauengesicht dar. Der damalige Friseur Steiner aus der Offenburger Steinstraße, der die Mitglieder der Hexenzunft auch immer regelmäßig für ihre Fasentauftritte schminkte, lieferte die Haare, die der Maske als Kopfschmuck dienten. Zwischenzeitlich bereichert diese Figur wieder verstärkt die Auftritte der Zunft, allerdings ohne Maske, aber immer noch in der Alt-Offenburger Bürgerinnentracht mit der bestickten Goldhaube.

Den Frauen obliegt das gleiche Aufnahmeverfahren wie den Hexen. Die weiblichen Anwärterinnen absolvieren ihre 2-jährige Probezeit nicht als Büttel, sondern im Häs der Alt-Offenburgerin oder als Hansele und müssen danach ebenfalls von der Versammlung der aktiven Mitglieder in geheimer Wahl mit mindestens 66% Mehrheit gewählt werden. Unter all unseren Spättlehansele und Alt-Offenburgerinnen befinden sich ausschließlich Frauen. Das Mindestalter bei der Bewerbung beträgt 18 Jahre.

Informieren Sie sich gerne über eine Mitgliedschaft in unserer Zunft.