Der Büttel

1945-50 wurde für die Büttel – auch Sechser genannt – eine neue Aufgabe gefunden. Wahrscheinlich schon seit der ersten Stunde der Hexenzunft mit dabei, waren sie zunächst sogenannte „Handwerkerhexen“, die mit allen technischen Angelegenheiten betraut waren. Zu ihnen gehörten beispielweise Schlossermeister Louis Burg, Schuhmacher Karl Ernst sowie Julius Greif. Dann wurde der Büttel die Narrenfigur, die bis heute für die „Hexenanwärter“ vorbehalten ist. Ihnen obliegt eine mittlerweile zweijährige Probezeit.

Das Häs (Kostüm) der Narrenfigur war und ist noch heute ganz auf deren ursprüngliches Aufgabengebiet ausgerichtet und deshalb einfach und praktisch gehalten: grüner, goldgemusterter Kittel mit Kapuze, die als Maskenabschluß dient. Ein breiter Ledergürtel, die im schwäbisch-alemannischen Fastnachtsraum einmalige Halbmaske mit dem buschigen Schnurrbart, eine einfache rote Hose und natürlich die traditionsreiche Büttelglocke mit der der Büttel die Hexen in seinem Gefolge ankündigt.

Sinnigerweise ist die Anzahl der Büttel (Sechser), und damit auch die Anzahl der „Hexenanwärter“ im Zweijahresrhytmus auf maximal 6 beschränkt. Anhand einer schriftlichen Bewerbung und einem persönlichen Gespräch entscheidet der Zunftrat, wer als Büttel aufgenommen wird. Das komplette Häs inklusive Maske und Glocke wird von der Zunft kostenlos gestellt.

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